Sexualität in der Pflege

Sex im Alter und Sexualassistenz für Menschen mit Einschränkungen

- noch immer ein Tabu!

Foto: Bigstock

Liebe schützt vor Alter, aber Alter nicht vor Liebe (Coco Chanel)

Ziele

  • Dem Thema mit Leichtigkeit begegnen
  • Jedem Menschen wird mit Selbstverständlichkeit seine Sexualität zugestanden
  • Ältere und Menschen mit Einschränkungen werden in ihren Bedürfnissen und ihrer Sexualität unterstützt
  • Individuelle Umgangs- und Handlungsmöglichkeiten finden und umsetzen

Für wen?

  • Pflege- und Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen
  • Vorträge auf Fachtagungen und Kongressen
  • Gesprächsrunden für Angehörige, Betroffene und Interessierte

Thema
Das Bedürfnis nach Nähe, Berührung, Wärme und Sexualität hört niemals auf. Aus sehr unterschiedlichen Gründen ist dieses Bedürfnis oft unterdrückt, verschüttet oder durch Glaubenssätze, Moralvorstellungen und Konditionierungen tabuisiert.

Sexualität ist ein Grund- bzw. Menschenrecht. Das Recht auf Sexualität ist in den AEDL’s als Grundlage für professionelle individuelle Pflegeplanung und -durchführung und zudem im Grundgesetz verankert. Unzufriedenheit, Schlafstörungen, Umtriebigkeit, Reizbarkeit, Aggression, Depression u.v.m. resultieren nicht zuletzt daraus, dass Sexualität nicht gelebt wird oder werden gelebt kann. Der Hintergrund sexueller Übergriffe auf Pflegende wird oft nicht als normales menschliches Bedürfnis erkannt und daher meist nicht ernst genommen.  Die Toleranz und Unsicherheit im Umgang mit dem Thema scheitert auch an knappen Zeitressourcen sowie an Schamgrenzen der Pflegenden bzw. Betreuenden.

Aber wie fühlt man sich, wenn man verliebt ist, wenn man Nähe, Berührung und Sexualität erfährt? Man fühlt sich jung, strahlend, voller Energie und ausgeglichen. Als eine Generation, die einen weniger verkrampften Zugang zu dem Thema besitzt, können wir einiges tun, um Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, zu helfen. Ziel ist es, einen selbstverständlichen Umgang mit Nähe, Distanz und Sexualität zu erreichen.

Fragestellungen und Inhalte wie zum Beispiel:

  • Besprechung und Beratung spezieller Situationen
  • Bedeutung von gelebter Sexualität im Alltag
  • Gesundheitsaspekte
  • Wahrnehmen und Ernstnehmen von sexuellen Bedürfnissen
  • Umgang mit sexuellen Übergriffen
  • Berührungsängste mit dem Thema abbauen
  • Veränderung der eigenen Sichtweise und Haltung
  • Bedeutung von Generationenkonflikten, religiösen Überzeugungen, Moralvorstellungen, Konditionierungen, Erziehung und Erfahrungen
  • Mut erlangen, sich im Sinne der Betroffenen des Themas anzunehmen und sich nicht von Gegnern beirren zu lassen
  • Individuelle Lösungs- und Unterstützungsmöglichkeiten finden

“Liebe eben anders” Sexualität erleben mit Demenz – aber wie?
Dokumentation der Fachtagung 26. und 27.1.2016, Köln
Broschüre im Blog der Universität Witten-Herdecke
in Zusamenarbeit mit dem Demenz-Service-Zentrum Köln

“Umgang mit Sexualität in der Pflege”
Sex im Alter und Sexualassistenz für Menschen mit Einschränkungen - noch immer ein Tabu!, 24.06.2016, Monheim

Tagung, “Liebe und Zärtlichkeit – Erfüllung bis ins hohe Alter?” 19.07.2016, Friedrich-Alexander-Universität, Nürnberg

Fachtagung zum Betreuungsrecht u.a. “Sexualität im Alter – Welche Anforderungen stellt dies an das Umfeld” 12.10.16, Augsburg

 

Referenzen

Diese Angebote könnten auch interessant sein: “Power-Talk für Ihr Team”, “Einzelcoaching für leitende Pflegekräfte”, “Gespräche mit Angehörigen”, “Umgang mit Aggression und Gewalt in den Pflege”, “Kultursensible Pflege”.
Nähere Informationen auf Anfrage

Empfohlene Gruppengröße: bis 14 Personen

Termine in Absprache
Kosten auf Anfrage