Walle, du feurig lodernde, brennende Hitze, walle empor!

Pose

Foto: Pitopia

Nein, dies ist keine Textzeile aus Richard Wagners „Ring des Nibelungen“. Die Rede ist von den Wechseljahren der Frau.

Die äußern sich auf ganz unterschiedliche Weise. Es gibt Frauen, die merken kaum etwas davon. Ihre monatliche Periode wird immer unregelmäßiger und bleibt schließlich ganz aus. Das war’s dann auch schon. Andere nerven ihre Umgebung über Jahre hinweg mit extremen Stimmungsschwankungen, unter denen sie selbst am meisten leiden.

Bei vielen treten die berühmt-berüchtigten Hitzewallungen auf. Ich kenne eine Frau, die liegt nachts bei Minusgraden, das Fenster offen, splitternackt im Bett und fächelt sich mit ihrer Bettdecke Kühlung zu. Auf dem Nachttisch läuft ein Ventilator. Wieder andere – das ist dann eher die esoterische Variante – sprechen angeregt mit ihrem Bauch (obwohl der gar nicht zuständig ist) in der Hoffnung, die Hormone ein wenig zu beruhigen.

Wenige Frauen nur begreifen die Wechseljahre als Herausforderung, als Aufbruch zu neuen Ufern. Denn noch liegen, aller Wahrscheinlichkeit nach, etliche Jahrzehnte vor ihnen, die durchaus erfüllt und in jeder Hinsicht befriedigend sein können. Wenn die Frauen es denn wirklich wollen.

Auch ihr sexuelles Erleben gewinnt – spätestens nach der Menopause, der letzten Regelblutung – nicht selten eine neue Qualität. Die Notwendigkeit zu verhüten fällt weg, immer mehr Frauen sind nun so souverän, auch im Bett auf Konventionen zu pfeifen (was manche Männer durchaus verwirren und erschrecken mag).

Und sie haben – ungelogen! – den besten Sex ihres Lebens. Woher ich das weiß? Ich bin selber über 50.

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