Samson, Braveheart und Vin Diesel

Frisuren

Foto: Pitopia

Welche Haartracht macht Männer sexy?

Früher trug man voll und lang. Der biblische Held Samson besaß übermenschliche Kräfte und einen prächtigen Haarschopf. Beides hing miteinander zusammen. Als eine Frau seinen Feinden dieses Geheimnis verriet, schnitten sie ihm sein Haar, worauf er seine Kräfte verlor. Er gewann sie erst wieder, als sein Haar erneut wuchs. Der sexuelle Bezug ist unübersehbar.

Auch der schottische Freiheitskämpfer „Braveheart“ (alias William Wallace, fast jeder kennt den Film von und mit Mel Gibson) zeichnete sich durch sein langes, wild flatterndes Haupthaar aus. Dazu malte er sich blaue Streifen ins Gesicht, was schon damals, im 13. Jahrhundert, seit mehr als tausend Jahren außer Mode war. So was muss man wirklich mögen.

Im Zwanzigsten Jahrhundert dann das glatte Gegenteil: Polierte Glatzen galten als besonders viril. „Kojak“ Telly Savalas und Yul Brunner waren die prominenten Aushängeschilder (die ich durchaus sexy finde). Manche Männer, denen mit Dreißig schon die Haare ausgehen, entscheiden sich für die radikale Lösung und lassen sich eine Glatze rasieren. Vielleicht sollte auch Prinz William mal darüber nachdenken.

Bei vielen Frauen hält sich die Meinung, Glatzköpfe seien besonders potent. Da ist was dran, denn verfügen Männer über besonders viel Testosteron (das männliche Sexualhormon), leiden sie oft auch unter Haarausfall und tendieren zur Glatze.

Manche Männer wollen das unbedingt vermeiden und unterziehen sich einer Haartransplantation. Sie ist teuer und schmerzhaft und hat nicht unbedingt die gewünschte Wirkung bei Frauen. Die mögen lieber klare Kante, also souveräne Männer, die zu ihrem Aussehen stehen und das Beste daraus machen. So wie ich.

Noch schlimmer sind Toupets, auch Fifis genannt. Die erkennt man sofort, sie sind alles andere als sexy. Geeignet nur für Heiratsschwindler, Hochstapler und Milliardenbetrüger. Jürgen Schneider, der Pleite-Baulöwe, nahm sein Toupet ab, um sich zu tarnen, als er nach Florida flüchtete. Er konnte sich immerhin ein volles Jahr lang verstecken, bis Zielfahnder ihn aufspürten. Besonders sexy sah er nicht aus, weder mit noch ohne Toupet.

Männer mit langer, seidiger Mähne besitzen den Ruf, besonders einfühlsam und sensibel zu sein. Das sind sie vielleicht, aber mich erinnern sie eher an Pferde (die ja ebenfalls sehr empfindsam sein sollen). Zumal, wenn ihr Haar zu einem Schwanz gebunden ist. Mir sind richtige Männer denn doch lieber.

Wie Vin Diesel (ein amerikanischer Actiondarsteller) müssen sie aber auch nicht aussehen: raspelkurze Haare und Dreitagebart. Es ist die Standardfrisur von Türstehern und Personenschützern. Da muss ein Mann schon ganz besondere Qualitäten aufweisen, wenn ich das attraktiv finden soll (kam aber auch schon vor!).

Nein, Männer sollten sich schon ein bisschen Mühe geben mit ihrer Frisur. Dann klappt’s auch mit der Nachbarin. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Friseur.

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