Dr. Sex

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Seit Beginn des neuen Jahres darf im US-Staat Colorado Marihuana legal verkauft werden, andere Bundesstaaten werden nachziehen. Einwohner dürfen eine Unze kaufen (das sind 28 Gramm), Besucher nur ein Viertel davon. Die Bürger hatten in einem Referendum für die Legalisierung gestimmt.

Das war überfällig, betrifft mich aber nicht direkt. Colorado ist weit weg. Ich behelfe mich daher mit körpereigenen Drogen: Oxytocin, Dopamin, Adrenalin und Endorphine, zum Beispiel. Die kosten nichts und machen mehr Spaß, wenn der Körper sie in Mengen ausschüttet. Das tut er beim (na was wohl?) Sex.

Hormone und Neurotransmitter (so heißen diese Substanzen) sorgen dafür, dass wir sexuelle Lust empfinden und letztlich zum Orgasmus kommen. Mehr als 50 Botenstoffe sind daran beteiligt, jeder Stoff hat seine spezielle Funktion. Erst im Zusammenspiel entfalten diese Substanzen jene berauschende Wirkung, die süchtig machen kann (ja, Sex kann eine Droge sein!).

Kokain wirkt auf ähnliche Weise. Doch wer braucht das noch, wenn der Körper von sich aus zu solch grandiosen Empfindungen fähig ist? Die Hormone spielen verrückt, sagt man gemeinhin, wenn jemand vor Lust ganz kirre ist. Nein, das tun sie nicht. Sie wirken genauso, wie sie sollen. Jedes Mal und jeden Tag. Mindestens.

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