Heiße Nummer

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Jüngst überlegte ich, ob ich nicht eine Butterfahrt mitmachen sollte. Das sind Busreisen, die so gut wie nichts kosten, an schöne Orte führen und meist ein Unterhaltungsprogramm bieten. Meine Tante erzählte mir, dass man auf diesen Touren günstig Heizdecken und ähnlich praktische Dinge kaufen kann. Sie hat schon zehn von diesen Decken, das eine oder andere Kaffeeservice, sechs handgeknüpfte Teppiche und eine stattliche Sammlung von Weingläsern. Außerdem ist sie schon ziemlich herumgekommen in Deutschland, für ganz kleines Geld.

Mich interessierten die Heizdecken. Jetzt, da es wieder kalt in unseren Breiten wird, muss man schließlich dafür sorgen, dass man es beim Sex schön warm hat. Kälte tötet jede Lust. Als letzten Winter die Heizung für zwei Tage ausfiel, stand ich ganz schön dumm da. Eine Heizdecke ist gut als eiserne Reserve für solche Fälle. Sex in Winterkleidung ist vielleicht in Sibirien sinnvoll, doch für mich nicht unbedingt das Wahre.

Hinzu kommt, dass mit fortschreitendem Alter nicht nur die dafür vorgesehenen Organe, sondern oft auch die Gelenke steif werden und rheumatische Beschwerden sich häufen. Da hilft Wärme unbedingt. Die Durchblutung wird besser, und man wird gelenkiger. Es sind mehr Stellungen möglich als in eingeschränktem Zustand.

Von der Butterfahrt bin ich dann doch wieder abgekommen. So alt, dass die Gelenke knarzen, bin ich noch nicht, und außerdem gibt es, wenn man fit ist, eine erprobte Methode, warm zu werden: Bewegung. Beim Sex natürlich. Ich jedenfalls komme dabei regelmäßig ins Schwitzen, egal, wie kalt es ist.

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