Macht Sex asexuell?

72_macht_Sex_asexuell_27.09.2013

Foto: Doc Henning

Jüngst wurde ich gefragt, ob die Tatsache, dass ich mich beruflich so intensiv mit Sex beschäftige, Auswirkungen auf mein eigenes Sexualleben habe.

Die Frage ist durchaus berechtigt. Viele Menschen, die ihr Hobby (oder sagen wir besser: ihre Leidenschaft) zum Beruf gemacht haben, wollen in ihrer Freizeit nichts mehr davon wissen. Sterneköche essen zu Hause am liebsten Bratkartoffeln, so hört man, Weinhändler trinken abends gern ein kühles Bier, Techno-DJs hören deutsche Schlager (wurde mir in einem Fall mal zugetragen, ob das nur üble Nachrede war, kann ich nicht beurteilen).

Zu denken gibt, dass die Menschen, die in Sexshops an der Kasse stehen, oft einen ziemlich asexuellen Eindruck machen. Kein Wunder bei dieser Reizüberflutung, wie soll man da noch Lust bekommen? Die Rede ist hier natürlich nicht von den vielen kleinen Erotikshops, die von seriösen, engagierten Frauen mit viel Herzblut betrieben werden (und wo ich gelegentlich auch einige meiner Workshops abhalte), sondern von jenen Etablissements in Rotlichtvierteln, um die man besser einen weiten Bogen macht.

Bei mir, um die obige Frage zu beantworten, hat meine berufliche Aktivität eine Wirkung, die mir auch privat sehr zupass kommt. Um es mit einem Satz beantworten: Sex macht sexy, Sex macht süchtig, Sex macht Lust auf mehr.

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