Leidenschaftlich, hemmungslos, versaut

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Ja, so hätten’s alle gern! In der Phantasie zumindest, wenn keiner zuschaut und sich niemand eine Blöße gibt. In Wirklichkeit jedoch haben viele Menschen Sex nur mit angezogener Handbremse, wie ich immer wieder in meinen Coachinggesprächen und Workshops höre.

Warum eigentlich?

Natürlich weiß ich, dass dies zusammenhängt mit jenem fast zweitausend Jahre alten christlichen Sexualsyndrom, das jedwede Lust und Begierde stets als satanische Verführung stigmatisiert hat.

Oft spielt auch die Angst vor Liebesentzug eine Rolle: Dass der Partner oder die Partnerin bestimmte Praktiken entrüstet als „schmutzig“ oder pervers, zumindest aber als unangemessen zurückweisen könnte. Und dass deshalb die Beziehung kippt.

Ich denke, es käme auf einen Versuch an. Vielleicht rennen Sie ja offene Türen ein und Ihr Gegenüber spielt schon lange mit dem Gedanken, Ihnen genau das vorzuschlagen, was Sie umtreibt, traut sich aber nicht.

Auch, wenn es nicht so ist: Mehr als nein sagen kann Ihr Partner nicht. Wenn er (oder sie) eine Affäre daraus macht, Sie mit Vorwürfen traktiert oder mit Verachtung straft, sind Sie ohnehin mit der falschen Person zusammen (unterstelle ich jetzt mal).

Also lassen Sie raus, was Ihnen pausenlos im Kopf herumgeht. Sprechen sie darüber! Besser noch: Probieren Sie’s aus!

Vor einigen Jahrzehnten lief im Fernsehen regelmäßig das „Heitere Beruferaten“ mit Robert Lembke, ich habe es als Kind oft gesehen. Die Frage aller Fragen war: „Welches Schweinderl hätten’s denn gerne?“

Was den Sex betrifft, gibt’s darauf nur eine Antwort. Lesen Sie nochmal die Überschrift…

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