Männer und ihr Hobbykeller

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Jüngst sorgte eine Bekannte in trauter weiblicher Runde für allgemeine Heiterkeit mit der Bemerkung, dass Männer gerne ihren Hobbykeller aufräumen. Gemeint war nicht die Spielzeugeisenbahn im Souterrain, sondern all das, was sich bei Männern unterhalb der Gürtellinie befindet. Dort sind Männer oft auch in der Öffentlichkeit mit den Händen zugange. Meistens merken sie es nicht einmal. Es ist reine Gewohnheit. Alles muss schließlich an seinen rechten Platz, sonst fühlen sie sich nicht wohl.

Dies hat auch damit zu tun, dass Männer ganz selbstverständlich von früher Kindheit an mehrmals täglich ihr Geschlechtsteil in die Hand nehmen: beim Pinkeln. Und wenn sie masturbieren. Außerdem vergewissern sie sich gern ihrer Männlichkeit. Ein bisschen Protzgehabe kommt hinzu, genau wie im Tierreich. Leg dich nicht mit mir an, soll das heißen, anderen Männern gegenüber: Ich bin ein Alpha-Männchen. Und Frauen sollen wissen, wie potent ein solcher Kerl doch ist. Je länger der Penis und je dicker die Eier, desto viriler der Mann, so geht die Mär. Dabei stimmt das gar nicht, glauben Sie mir.

Ob nun Rechts- oder Linksträger, manchmal wird es eng im Hosenstall. Was mitunter durchaus Absicht ist. Was bei Frauen das enge T-Shirt ohne BH, sind bei Männern die knackengen Jeans: ein aufreizendes erotisches Signal. Mick Jagger, selbst ein Sexsymbol, soll sich, so heißt es, gelegentlich ein Taschentuch neben sein Gemächte gesteckt haben, um selbiges aufzuhübschen. Damit dürfte er nicht der einzige sein.

Tut man zu viel des Guten, mit zu lange getragenen Penisringen zum Beispiel, die ja eine exorbitante Ausstattung vorzugaukeln imstande sind, kann allerdings die Durchblutung des Hobbykellers nachhaltig behindert werden. Dann schlägt die vermeintliche sexuelle Potenz ins Gegenteil um, oft sind Erektionsstörungen die fatale Folge. Dumm gelaufen…

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