Sex Coach privat

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Als Sex Coach, das passiert mir immer wieder, setze ich bei vielen Menschen Fantasien frei. In ihrer Vorstellung stehe ich morgens in High Heels im Badezimmer, wenn ich mir die Zähne putze, und ich mache den Hausputz nackt, allenfalls in knappen Dessous.

Ich esse nur Gemüse, das sich als Dildo eignet, also Zucchini, Auberginen, Gurken, Möhren, Rettich, Maiskolben und ähnliches – selbstverständlich erst, nachdem ich es einschlägig benutzt habe. Bananen sind mein Lieblingsobst, zum Essen und auch sonst. Zur Luststeigerung verzehre ich Chilischoten pur, Trüffeln (obwohl die schwer ins Geld gehen), Safran (dto.), Granatäpfel und Feigen sowie dutzendweise Austern (obwohl ich dieses Glibberzeug eigentlich verabscheue, aber was tut man nicht alles für die Lust…). Ich trinke nur Champagner (das Aphrodisiakum schlechthin!) und bin – von Natur aus und als Folge dieser durchaus einseitigen, aber höchst effektiven Ernährung – dauerhaft erregt.

Mein Schrank quillt über von Sexspielzeug, von Peitschen, Dildos, Reizwäsche, Handschellen, Gleitgel und ähnlichen Dingen, und im Bücherregal stehen nur Titel, die irgendwas mit Sex zu tun haben. So stellen sich die Leute das vor.

Natürlich projizieren sie da nur auf mich, was sie selbst gern wären oder täten, und das ist auch völlig in Ordnung. In der Psychoanalyse ist so was ganz normal. Bei einem Sex Coach offensichtlich auch. Zu meinem Amüsement trägt es trotzdem bei.

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