Wasserspiele

IMG_5494

Um es gleich zu sagen: Es geht hier nicht um jene Praktiken, die auch als „Golden Shower“ gern bezeichnet werden und sinnvollerweise nur in gekachelten Räumen ausgeübt werden sollten. Das ist so gar nicht mein Ding, und mangels Erfahrung kann – und will – ich auch nicht darüber schreiben.

Was ich hingegen außerordentlich schätze, sind Liebesspiele in der Badewanne. Warmes Wasser, Schaum und Kerzen sind die Grundausstattung, dazu empfehlen sich zwei Gläser Champagner (meine 1. Wahl) oder Rotwein sowie lauschige Hintergrundmusik. Und viel Zeit. Badewannensex eignet sich nicht für Quickies. Da man zu zweit wesentlich mehr Wasser verdrängt als allein, sollte die Wanne nicht allzu voll sein.

Das Einsteigen gestaltet sich vielleicht ein bisschen schwierig, doch das ist bei einem Sportwagen nicht anders. Sitzt man erstmal drin zu zweit, ergibt sich alles weitere meist von allein. Ist gerade kein Mann zur Hand, benutze ich gern auch einen Dildo. Ist er batteriebetrieben, so prüfen Sie vorher, ob er auch wasserdicht ist. Leider sind die meisten Badewannen viel zu klein, ich hätte gern ein richtiges Planschbecken, wie im Schwimmbad.

Dorthin weichen manche Leute aus. Liebesspiele in Schwimmbad und Sauna sind beliebt, aber selten gern gesehen, weder von Betreibern noch von anderen Gästen. Die meisten Swingerclubs besitzen entsprechende Einrichtungen, doch das Drumherum ist natürlich nicht jedermanns Sache.

Massagedüsen sind ein Luxus, der von vielen Frauen gern genossen wird: Ein harter Wasserstrahl eignet sich hervorragend dazu, sich einen Orgasmus zu bescheren. Ein Gartenschlauch geht auch, rein theoretisch, ist aber eher unerotisch.

Gibt es keine Badewanne, kann auch eine Dusche herhalten. Im Film, wenn es besonders leidenschaftlich zugehen soll, kommt diese Szene immer wieder vor. Auch dient der Wasserdampf, der die Glasscheibe beschlägt, im Mainstream meist dazu, primäre Körperstellen weich zu zeichnen und so den Filmen eine Freigabe ab 12 Jahren zu verschaffen.

Ein Akt im Stehen unter der Dusche erfordert jedoch nicht nur Standfestigkeit (nein, ich meine nicht die Gumminoppenmatte…), sondern auch, vor allem beim Mann, eine gewisse körperliche Fitness. Weniger als 55 Kilo dürften wenige Frauen wiegen, und die wollen erstmal minutenlang gehalten sein.

Bleibt ein Geheimtipp: ein warmer Sommerregen. Gehen Sie raus in die freie Natur – dorthin, wo nicht jeder zusehen kann – und hoffen Sie darauf, dass der Himmel seine Schleusen öffnet. Das ist fast immer erregender als jede Dusche oder Badewanne.

» zurück zu: Der sexte Sinn