Telefonsex 2.0

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Mit freundlicher Fotografiergenehmigung von Fun Factory Store Berlin

Manchmal ist Telefonsex der einzige Ausweg. Ich meine natürlich nicht die Nummern, mit denen einsame Männer spätabends auf den Privatsendern zum Anrufen animiert werden („Wähle 0180 666“ oder so), das ist kein Sex, sondern Abzocke. Nein, wenn ein Paar getrennt ist und sich nur alle paar Tage oder Wochen sieht, bei einer so genannten Fernbeziehung also (die bei allseitiger beruflicher Mobilität immer häufiger zu finden ist), dann ist häufig Telefonsex angesagt, soll die Verbindung nicht in die Brüche gehen.

Da flüstert man sich gegenseitig mit lasziver Stimme Schweinereien ins Ohr, stellt sich vor, wie sein Gegenüber Hand an sich legt, was – das steigert die Erregung – in allen Details beschrieben wird, und jeder kommt, wenn es denn gut läuft, zum Orgasmus, getrennt und doch gemeinsam. Das ist nur ein Ersatz, gewiss, doch besser als nichts, und wenn man richtig fantasievoll ist, kann ein solches fernmündliches Treiben sogar eine Menge Spaß machen.

Seit neuestem gibt es eine Steigerung: Telefonsex 2.0 (den Namen habe ich mir ausgedacht, ich finde ihn sehr passend). Man braucht dazu einen Internetanschluss und ein Gerät namens „Zoon plus“. Es besteht aus einem Vibrator in Form eines überdimensionierten Spermiums (ja, tatsächlich!) sowie einem Sender, der über ein USB-Kabel an den Computer der Benutzerin angeschlossen wird. Der Mann wiederum kann ganz woanders in der weiten Welt sitzen, seine Fernbedienung wird – ebenfalls über ein Kabel – mit seinem Computer verbunden. Beide loggen sich auf eine Benutzerplattform ein, und los geht’s.

Die Frau führt den Vibrator ein, der Mann steuert ihn. Auch über Skype sind beide miteinander verbunden, so dass sie sich gegenseitig mit Worten stimulieren und auch sehen können. Am Ende steht, na was wohl?, ein hoffentlich sehr heftiger Orgasmus. Wenn der Mann auch bei sich selbst aktiv ist, sogar zwei.

Gesehen habe ich das Teil im Berliner Shop von Fun Factory (www.funfactory-store.com), ausprobiert hingegen noch nicht. Wenn ich die Wahl habe, bevorzuge ich nämlich, verständlicherweise, den guten alten Direktsex.

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