Reinlassen oder nicht?

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Und wieder ist die närrische Jahreszeit in vollem Gang. Sie können sich vorstellen, wie ich die jedes Mal herbeisehne (nein nein, das war ein Scherz!!). Ich komme zwar aus dem Rheinland (also Köln, Düsseldorf und so), aber wenden wir uns doch diesmal nach Mainz, der dritten Hochburg des ausgelassenen Treibens.

Dort sagt man nicht „Alaaf“, sondern „Helau!“, und statt „Karneval“ heißt es „Fassenacht“. Der bekannteste Spruch aus der Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht“ ist die Frage „Wolle mer’n eroilosse?“ des Sitzungspräsidenten, auf die das euphorisierte Publikum stets unisono mit „Eroi mit’m!“ antwortet. Dann folgt der Narrhallamarsch. So das Ritual.

Ich übersetze das jetzt mal: Auf „Wollen wir ihn hereinlassen?“ folgt „Herein mit ihm!“. Nun ist das eine Frage, die sich generell jede Frau im Fall des Falles stellen sollte, nicht nur, wenn es an der Tür klingelt. Und im Karneval besonders.

Es ist altbekannt, dass die allgemeine Paarungsfrequenz in den wenigen Wochen der Kampagne signifikant in die Höhe schnellt und sich besonders Personen voneinander angezogen fühlen, die einander gerade erst begegnet sind. Insofern ist Karneval – bei aller Kommerzialisierung – antiken dionysischen Fruchtbarkeitsriten durchaus vergleichbar.

Ich will das auch niemandem streitig machen, im Gegenteil: Alles, was die sexuelle Lust befördert, besitzt meine volle Unterstützung. Auch, wenn ich persönlich mit dem Kontext so rein gar nichts anfangen kann. In diesem Sinne: „Heile geile Gänsje“ und „Bunga bunga tätärä“.

 

 

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