Mein erstes Sextett

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Foto: Bigstock

Ich bin kulturellen Einflüssen gegenüber ja immer äußerst aufgeschlossen und probiere so manches aus, in allen Bereichen. Sie haben es sicher längst gemerkt: Irgendwie habe ich meist eine „versexte“ Brille auf. Manchmal ist das gut, weil ich mitunter ganz ungewollt erotischen Phänomenen unseres Alltags auf die Spur komme, die eher im Verborgenen existieren. In anderen Fällen wiederum spielt mir meine Fantasie einen Streich und ich merke erst hinterher, dass ich mir selbst auf den Leim gegangen bin.

Jüngst etwa sagte mir ein Bekannter, in einem Berliner Jazzkeller spiele am Abend ein Sextett. Ich natürlich nichts wie hin, obwohl Jazz ja nicht gerade meine Musik ist, denn ich lerne immer gern dazu. Sex-tett, das klang viel versprechend. Die Musik war, nun ja, interessant, um nicht zu sagen gewöhnungsbedürftig, aber ich brachte den Abend leidlich hinter mich. Was das Ganze mit Sex zu tun haben sollte, leuchtete mir auf den ersten Blick allerdings nicht ein. Von den sechs Kerlen auf der Bühne war keiner mein Fall.

Obwohl Jazz ja manchmal tatsächlich eine erotische Komponente besitzen kann, wie ich mittlerweile weiß – ein mit viel Gefühl geblasenes Saxophon, vielleicht mit dezenter Klavierbegleitung, kann das Liebesspiel durchaus versüßen –, hat ein Sextett mit Sex allerdings gar nichts zu tun, wie mir mein fachkundiger Bekannter hinterher erklärte. Genauso wenig wie ein Trio mit einem flotten Dreier. Aber den hebe ich mir für einen anderen Blog auf.

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