Das Christkind, erotisch aufgeladen

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Heute möchte ich ein paar Zeilen schreiben für jene Paare, deren Sexualleben etwas eingerostet ist und neuen Schwung vertragen könnte. Denn am Montag ist Bescherung, und ehe Sie ein weiteres Elektroteil kaufen, das in spätestens zwei Jahren, wenn die Garantie abgelaufen ist, ohnehin Schrott oder zumindest veraltet sein wird – ich habe da einige Ideen für Sie. Und die sind noch gar nicht mal teuer.

Denn die neue Leidenschaft kommt nicht von allein, Sie müssen schon etwas dafür tun. Weihnachten bietet sich dafür unbedingt an. Schenken Sie also irgendetwas, das – und sei es noch so entfernt – mit Sex zu tun hat. Beginnen Sie mit zwei Kinokarten – aber auf einer Kuschelbank, die es in vielen Kinos mittlerweile gibt. Bei einem Horrorfilm wird Ihre Partnerin, wenn auf der Leinwand die Post abgeht, sich unweigerlich angstvoll an Sie klammern. Dann können Sie den Tröster und Beschützer spielen. Bei einem Liebesfilm hingegen wird es, wenn’s überhaupt noch ein bisschen knistert zwischen Ihnen, ganz automatisch zu Körperkontakt kommen.

Ein Besuch im Dunkelrestaurant – in fast jeder Großstadt gibt es eines – eignet sich ebenfalls dazu, sich einander anzunähern. Sie sehen nichts, Sie schmecken nur. Füttern Sie sich gegenseitig, tauschen Sie sich darüber aus, was Sie gerade kosten, nicht nur verbal. Das kann hoch erotisch sein.

Anregend ist auch eine Partnermassage: Dabei werden Sie und Ihr Partner bzw. Ihre Partnerin gleichzeitig massiert, im selben Raum, bei exotischem Duft und Kerzenschein. Die verschärfte Version davon ist eine Tantra-Massage, die in der Regel eindeutig erotischen Charakter besitzt. Stoppen Sie Ihren freundlichen Masseur (bzw. Ihre freundliche Masseurin), bevor Sie zum Orgasmus kommen. Heben Sie sich das für hinterher auf, denn durch die Massage, das garantiere ich Ihnen, sind Sie auf den Geschmack gekommen.

Gut machen sich unterm Weihnachtsbaum auch Sex Toys, die noch nicht in Ihrer Spielzeugkiste sind und Ihrem Sex Life vielleicht eine neue Richtung geben könnten. Das ist zwar ein Wink mit dem Zaunpfahl, hat sich aber oft bewährt.

Oder mögen Sie’s eher romantisch? Dann buchen Sie zum Beispiel ein Hotelzimmer – auch wenn sich das Hotel unweit der gemeinsamen Wohnung befindet. Es wirkt Wunder, aus der vertrauten Umgebung herauszukommen. Bestellen Sie Champagner. Und dann probieren Sie im Bett etwas aus, das er (oder sie) sich insgeheim wünscht, auch wenn es vielleicht nicht ganz in Ihrem Sinne ist. Ich versichere Ihnen: Es kommt tausendfach zurück. Beim nächsten Mal sind Sie dran. Vermitteln Sie das Gefühl, dass Ihr Partner (oder Ihre Partnerin) Ihnen wichtig ist und Ihnen wirklich etwas bedeutet.

Das beste Geschenk jedoch sind Sie selbst. Die puristische Version davon hat übrigens auch was für sich: Verzieren Sie Ihre attraktivsten Körperstellen mit kunstvoll gebundenen roten Schleifchen und erwarten Sie Ihren Partner in dieser Aufmachung unterm Weihnachtsbaum. Es wird nicht ohne Wirkung bleiben.

In diesem Sinne: Lustvolle Weihnachten!

 

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