Wie man uralt wird

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Foto: Bigstock

Ernest Borgnine besaß die markanteste Zahnlücke Hollywoods, sie war sein Markenzeichen. Sein breites Grinsen war unwiderstehlich. Außerdem war er ein exzellenter Schauspieler, der unzähligen Filmen – meist in Nebenrollen – seinen Stempel aufdrückte. Um nur einige zu nennen: „Verdammt in alle Ewigkeit“ (1953), „Der Flug des Phoenix“ (1965), „Das dreckige Dutzend“ (1967) oder „The Wild Bunch“ (1969). Alles Klassiker der Filmgeschichte. Einen Oscar als bester Hauptdarsteller erhielt er auch, das war 1955, für „Marty“. Am 8. Juli ist er im Alter von 95 Jahren gestorben. Bis zum Schluss war er ziemlich vital, denn er nahm bis kurz vor seinem Tod noch Rollen an. Sein letzter Kinofilm, der auch in Deutschland rauskam, war „R.E.D. – Älter, Härter, Besser“ (2010), ein Titel, der in jeder Hinsicht wie auf ihn gemünzt war. Auch privat scheint er ein überaus angenehmer, sympathischer Mensch gewesen zu sein, das sagen alle, die ihn kannten.

Gibt es ein Geheimnis für solch ein langes Leben? Ja, das gibt es. Ernest Borgnine hat es selbst verraten. Und da rennt er offene Türen bei mir ein, denn ich predige seit langem, dass ein erfülltes Sex Life auch im Alter essentiell ist nicht nur fürs Wohlbefinden, für Zufriedenheit und Glück, sondern dass es durchaus auch das Leben verlängern kann. Das Bedürfnis nach Liebe, Sex und Zärtlichkeit hört schließlich niemals auf. Überdies sind alte Menschen, bei denen sich sexuell noch etwas abspielt, deutlich vitaler als solche, die mit alldem bereits abgeschlossen haben.

Was also hat Ernest Borgnine gesagt? Es war in einer amerikanischen Talkshow, vor einigen Jahren, da wurde er gefragt, was das Geheimnis seines langen Lebens und seiner Kraft sei. Zuerst wollte er nicht recht mit der Sprache rausrücken, doch dann flüsterte er grinsend seinem Gastgeber ins Ohr und damit auch ins Mikrofon: „Ich masturbiere viel.“ Recht hast du, Ernest, und ruhe in Frieden!

 

 

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